Trockenbau
Abgehängte Decke
Eine abgehängte Decke ist eine Unterkonstruktion mit Beplankung unterhalb der Rohdecke, die Leitungen verbirgt und Raum für Einbauten schafft.



Was dahintersteckt
TrockenbauAn der Rohdecke werden Abhänger befestigt, daran eine Profilkonstruktion und darunter die Gipsplatten. Der entstehende Hohlraum nimmt Lüftungskanäle, Elektroleitungen und Einbauleuchten auf. Die Abhängehöhe richtet sich nach dem, was untergebracht werden muss — für reine Beleuchtung genügen oft 8 bis 12 Zentimeter, für Lüftungskanäle braucht es 25 und mehr.
Abgehängte Decken sind ausserdem ein wirksames Mittel gegen Schall. Als Schallschutzdecke mit Mineralwolle und federnder Aufhängung reduzieren sie sowohl Trittschall von oben als auch den Nachhall im Raum. In Brandabschnitten werden sie als geprüfte Brandschutzdecke ausgeführt.
Beispiel
In der Praxis
Bei einem Umbau in Steinhausen liefen die Lüftungsrohre der neuen Komfortlüftung quer durch den Wohnraum. Statt Kästen zu bauen, haben wir die gesamte Decke um 22 Zentimeter abgehängt und Einbauleuchten integriert — der Raum wirkt dadurch ruhiger als vorher.
Verwandte Begriffe
- Ständerwand
Eine Ständerwand ist eine nichttragende Trennwand aus Metall- oder Holzprofilen, die beidseitig mit Gipsplatten beplankt wird.
- Schallschutz im Trockenbau
Schallschutz im Trockenbau entsteht durch Masse, Dämmung und Entkopplung — nicht durch die Wandstärke allein.
- Brandschutzwand EI30
EI30 bezeichnet einen Bauteil, der im Brandfall während 30 Minuten seine Tragfähigkeit und den Wärmedurchgang begrenzt.