Trockenbau
Ständerwand
Eine Ständerwand ist eine nichttragende Trennwand aus Metall- oder Holzprofilen, die beidseitig mit Gipsplatten beplankt wird.



Was dahintersteckt
TrockenbauDas Grundgerüst bilden vertikale Profile — die Ständer — die in horizontale Boden- und Deckenprofile eingestellt werden. Der übliche Achsabstand beträgt 62,5 Zentimeter, passend zur Plattenbreite von 1,25 Metern. Der entstehende Hohlraum nimmt Dämmung, Elektroleitungen und Sanitärinstallationen auf.
Ständerwände sind leicht, schnell gebaut und rückbaubar. Ihre Leistungsfähigkeit hängt vollständig vom Aufbau ab: einfach beplankt und ungedämmt erreichen sie kaum 35 Dezibel Schalldämmung, doppelt beplankt mit Mineralwolle und entkoppelten Profilen über 50 Dezibel. Für schwere Lasten müssen Traversen oder Mehrschichtplatten vor dem Schliessen der Wand eingebaut werden.
Beispiel
In der Praxis
In einer Wohnung in Rotkreuz haben wir ein 26-Quadratmeter-Zimmer geteilt. Weil auf einer Seite ein Homeoffice entstand, wurde die Wand doppelt beplankt und mit Mineralwolle gefüllt — der Aufpreis lag bei rund CHF 500 und war der wichtigste Teil des ganzen Umbaus.
Verwandte Begriffe
- Leichtbauwand
Leichtbauwand ist der Oberbegriff für nichttragende Trennwände in Trockenbauweise, die deutlich weniger wiegen als gemauerte Wände.
- Gipskartonplatte
Die Gipskartonplatte ist eine mit Karton ummantelte Gipsplatte und das Standardmaterial im Trockenbau.
- Schallschutz im Trockenbau
Schallschutz im Trockenbau entsteht durch Masse, Dämmung und Entkopplung — nicht durch die Wandstärke allein.