Trockenbau
Brandschutzwand EI30
EI30 bezeichnet einen Bauteil, der im Brandfall während 30 Minuten seine Tragfähigkeit und den Wärmedurchgang begrenzt.



Was dahintersteckt
TrockenbauDie Bezeichnung folgt der europäischen Klassifizierung: E steht für Raumabschluss, I für Wärmedämmung, die Zahl für die Dauer in Minuten. Eine EI30-Wand verhindert also während einer halben Stunde den Durchtritt von Feuer und Rauch und begrenzt die Temperatur auf der abgewandten Seite.
Erreicht wird das mit Feuerschutzplatten, mehrlagiger Beplankung und nichtbrennbarer Mineralwolle. Entscheidend ist die exakte Einhaltung des geprüften Aufbaus: Schon eine falsche Schraubenlänge, ein abweichender Profilabstand oder eine nicht brandschutztechnisch verschlossene Steckdose hebt die Klassifizierung auf. Brandschutzaufbauten sind kein Bereich für Improvisation.
Beispiel
In der Praxis
Bei der Abtrennung eines Kellerraums in Baar zur Einliegerwohnung war EI30 vorgeschrieben. Wir haben den geprüften Systemaufbau eines Herstellers eingesetzt und dokumentiert — die Abnahme durch die Brandschutzbehörde verlief dadurch ohne Beanstandung.
Verwandte Begriffe
- Ständerwand
Eine Ständerwand ist eine nichttragende Trennwand aus Metall- oder Holzprofilen, die beidseitig mit Gipsplatten beplankt wird.
- Abgehängte Decke
Eine abgehängte Decke ist eine Unterkonstruktion mit Beplankung unterhalb der Rohdecke, die Leitungen verbirgt und Raum für Einbauten schafft.
- Gipskartonplatte
Die Gipskartonplatte ist eine mit Karton ummantelte Gipsplatte und das Standardmaterial im Trockenbau.