Fassade
Steinwolle-Dämmung
Steinwolle ist ein nichtbrennbarer, diffusionsoffener Mineralfaserdämmstoff, der überall dort eingesetzt wird, wo Brandschutz oder Feuchteverhalten entscheidend sind.



Was dahintersteckt
Fassadensanierung & DämmungSteinwolle wird aus geschmolzenem Gestein gesponnen und ist als Baustoff der Klasse A1 nicht brennbar. Ihre Wärmeleitfähigkeit liegt mit 0,034 bis 0,042 W/mK etwa auf dem Niveau von EPS, sie ist aber deutlich schwerer, teurer und aufwendiger zu verarbeiten.
Ihre Stärken liegen anderswo: Sie ist diffusionsoffen und lässt Feuchtigkeit passieren, sie dämpft Schall spürbar besser als EPS, und sie erfüllt Brandschutzanforderungen ohne zusätzliche Massnahmen. An lärmbelasteten Lagen, in höheren Gebäuden und an feuchtebelasteten Wänden ist sie die richtige Wahl.
Beispiel
In der Praxis
An einem Wohnhaus in Rotkreuz direkt an einer Hauptstrasse haben wir Steinwolle statt EPS eingesetzt. Die Bewohner berichteten nach der Sanierung von einer deutlich hörbaren Verbesserung — der Schallschutz war für sie relevanter als die Heizkosten.
Verwandte Begriffe
- EPS-Dämmplatte
EPS ist expandiertes Polystyrol — ein leichter, kostengünstiger Dämmstoff, der in der Schweiz am häufigsten für Wärmedämmverbundsysteme eingesetzt wird.
- WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
Ein WDVS ist ein mehrschichtiger Fassadenaufbau aus Dämmplatten, Armierungsschicht und Oberputz, der als geprüftes System eines Herstellers verbaut wird.
- Kompaktfassade
Kompaktfassade ist die in der Schweiz übliche Bezeichnung für ein verputztes Wärmedämmverbundsystem ohne Hinterlüftung.
Dazu passt
- Fassadensanierung & Dämmung
Eine energetische Fassadensanierung senkt den Heizbedarf eines Einfamilienhauses typischerweise um 20 bis 30 Prozent.
- Was kostet eine Fassadensanierung
Ein komplettes Wärmedämmverbundsystem kostet in der Schweiz inklusive Gerüst meist CHF 180 bis 280 pro Quadratmeter Fassadenfläche.
- Alle 41 Begriffe im Baulexikon →