Fassade
Wärmebrücke
Eine Wärmebrücke ist eine Stelle im Bauteil, an der Wärme deutlich schneller nach aussen fliesst als in der umgebenden Fläche.



Was dahintersteckt
Fassadensanierung & DämmungTypische Wärmebrücken sind auskragende Balkonplatten, Fensteranschlüsse, Rollladenkästen, Deckenauflager und Gebäudeecken. Dort ist die Innenoberfläche im Winter kälter als in der Raummitte — und weil kalte Luft weniger Feuchtigkeit hält, kondensiert Wasserdampf an genau diesen Stellen. Das ist die häufigste Ursache für Schimmel in Wohnräumen.
Eine gedämmte Fassade entschärft die meisten Wärmebrücken. Werden sie beim Dämmen aber ausgelassen — etwa an Fensterlaibungen oder Balkonanschlüssen — verschlimmert sich das Problem sogar: Die Wand ringsum wird wärmer, die verbliebene Kältestelle wird zum einzigen Kondensationspunkt, und die Feuchtigkeit konzentriert sich dort.
Beispiel
In der Praxis
In einer Wohnung in Zug trat nach einer Fassadensanierung erstmals Schimmel in der Fensterlaibung auf. Der Vorbesitzer hatte die Laibungen aus Kostengründen nicht mitdämmen lassen. Wir haben sie mit 30-Millimeter-Platten nachgerüstet — seither ist die Stelle trocken.
Verwandte Begriffe
- U-Wert
Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Grad Temperaturdifferenz durch ein Bauteil verloren geht — je tiefer, desto besser gedämmt.
- WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
Ein WDVS ist ein mehrschichtiger Fassadenaufbau aus Dämmplatten, Armierungsschicht und Oberputz, der als geprüftes System eines Herstellers verbaut wird.
- Innendämmung
Innendämmung ist die Dämmung der Aussenwand von der Rauminnenseite — bauphysikalisch anspruchsvoll und nur mit geeigneten Systemen sinnvoll.
Dazu passt
- Fassadensanierung & Dämmung
Eine energetische Fassadensanierung senkt den Heizbedarf eines Einfamilienhauses typischerweise um 20 bis 30 Prozent.
- Was kostet eine Fassadensanierung
Ein komplettes Wärmedämmverbundsystem kostet in der Schweiz inklusive Gerüst meist CHF 180 bis 280 pro Quadratmeter Fassadenfläche.
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