Gipserarbeiten
Rissüberbrückung
Rissüberbrückung bezeichnet Systeme, die Bewegungen im Untergrund aufnehmen, ohne dass der Riss an der Oberfläche wieder sichtbar wird.



Was dahintersteckt
GipserarbeitenNicht jeder Riss lässt sich einfach zuspachteln. Entscheidend ist, ob er ruht oder noch arbeitet. Ruhende Risse — etwa Schwindrisse nach dem Austrocknen — können starr geschlossen werden. Arbeitende Risse, die sich mit Temperatur und Belastung bewegen, brauchen ein elastisches System, sonst reissen sie innert Monaten wieder auf.
Für die Überbrückung wird der Riss aufgeweitet, gereinigt und mit einer elastischen Masse gefüllt. Darüber kommt ein Armierungsgewebe, das in eine Spachtelschicht eingebettet wird und die Bewegung auf eine breitere Fläche verteilt. An der Fassade kommen zusätzlich rissüberbrückende Beschichtungen zum Einsatz, die auch bei Temperaturwechseln dehnbar bleiben.
Beispiel
In der Praxis
An einer Fassade in Küssnacht zog sich ein Riss über zwei Geschosse — eine Setzung, die zur Ruhe gekommen war. Nach der Prüfung mit Gipsmarken über sechs Wochen konnten wir starr sanieren und mussten keine teure Elastikbeschichtung über die ganze Fläche legen.
Verwandte Begriffe
- Grundputz
Der Grundputz ist die erste, ausgleichende Putzschicht direkt auf dem Mauerwerk und bildet die tragfähige Basis für alle weiteren Schichten.
- WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
Ein WDVS ist ein mehrschichtiger Fassadenaufbau aus Dämmplatten, Armierungsschicht und Oberputz, der als geprüftes System eines Herstellers verbaut wird.
- Gewebearmierung
Die Gewebearmierung ist eine in Armierungsmasse eingebettete Glasfasermatte, die Spannungen in der Fassade verteilt und Risse verhindert.
Dazu passt
- Gipserarbeiten
Gipserarbeiten umfassen alle Putzschichten an Wand und Decke — vom Grundputz über den Weissputz bis zum feinen Abrieb.
- Was kosten Gipserarbeiten pro Quadratmeter
Gipserarbeiten kosten in der Schweiz je nach Aufbau und Qualitätsstufe zwischen CHF 35 und CHF 75 pro Quadratmeter.
- Alle 41 Begriffe im Baulexikon →