Malerarbeiten
Spachteltechnik
Spachteltechnik bezeichnet dekorative Wandbeschichtungen, die in mehreren dünnen Schichten mit der Kelle aufgetragen und verdichtet werden.



Was dahintersteckt
MalerarbeitenAnders als ein Anstrich wirkt eine Spachteltechnik durch Struktur und Lichtbrechung. Das Material wird in zwei bis fünf hauchdünnen Lagen aufgezogen, jede Lage teilweise überlappend, wodurch ein Wolkenbild entsteht. Zum Schluss wird mit der Kelle verdichtet und geglättet — je nach Druck und Werkzeug entsteht eine matte, seidige oder glänzende Oberfläche.
Gängige Varianten sind Betonoptik, Kalkglätte und Metalliceffekte. Alle sind reine Handarbeit und lassen sich nicht abschnittsweise ausführen: Eine Wand muss in einem Zug fertig werden, sonst bleiben Ansätze sichtbar. Deshalb sind sie deutlich teurer als Farbe und werden gezielt auf einzelnen Flächen eingesetzt.
Beispiel
In der Praxis
In einem Loft in Zürich haben wir die Wand hinter dem Cheminée in Betonoptik gespachtelt. Die Fläche misst 18 Quadratmeter und musste an einem Tag durchgezogen werden — mit zwei Personen gleichzeitig, damit keine Ansätze entstehen.
Verwandte Begriffe
- Marmorputz
Marmorputz ist ein mineralischer Feinputz mit Marmormehl, der in mehreren Lagen geglättet eine tiefenwirksame, seidig glänzende Oberfläche ergibt.
- Dispersionsfarbe
Dispersionsfarbe ist eine wasserbasierte Wandfarbe mit Kunststoffbindemittel — der Standard für Innenanstriche.
- Weissputz
Weissputz ist die feine, weisse Deckschicht auf dem Grundputz, die als Untergrund für Anstrich oder Tapete dient.